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Förderfaktoren
entnommen aus: Modellprojekte Verbesserung der beruflichen Wiedereingliederung psychisch Kranker und Behinderter auf dem freien Arbeitsmarkt durch gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaften - Projekt Weinsberg, Projekt Duisburg. Schriftenreihe des Bundesministeriums für Gesundheit, Bd. 58. Baden-Baden, 1995, S.89ff.

Skalierung der Förderfaktoren
Falls sich in diesen Skalen Werte zwischen 3 und 5 ergeben, ist die Reintegration gefährdet und kann nur durch kontinuierliche Beratung der entsprechenden Faktoren aufrechterhalten werden.
(a) Rückkehr in ausgebildeten Beruf
1. Gleicher Beruf unter gleichen Bedingungen
2. Ähnlicher Beruf unter ähnlichen Bedingungen f
3. Ähnlicher Beruf unter veränderten Bedingungen '
4. Berufserfahrungen können in neuem Beruf genutzt werden
5. Neuer Beruf, Vorerfahrungen können nicht genutzt werden
(b) Unterstützung der Arbeitsperspektive als Gesundheitsfaktor
1. Das gesamte soziale, berufliche und medizinische System unterstützt
2. Mindestens ein Bereich unterstützt Arbeitsperspektive
3. Arbeitsperspektive wird meistens unterstützt
4. Keine konkrete Unterstützung
5. Arbeit als Gesundheitsfaktor wird negiert
(c) Arbeitnehmer hat gelernt, gesundheitliche Belastungsfaktoren wahrzunehmen
1. Der AN kann alle Belastungen wahrnehmen und alle Möglichkeiten der Entlastung nutzen
2. AN nimmt meist Belastungen wahr und entlastet sich
3. AN nimmt selten Belastungen wahr und entlastet sich
4. AN nimmt Belastung nicht wahr, hat nicht genügend Entlastungsmöglichkeiten
5. AN nimmt Belastung nicht wahr, hat kaum Entlastungsmöglichkeiten
(d) Arbeitnehmer hat gelernt, Bewältigungsstrategien anzuwenden
1. AN kann das gesamte Spektrum von Bewältigungsstrategien anwenden (Entspannung, sozialer Kontakt, Medikamente, Freizeitgestaltung etc.)
2. AN kann einige Bewältigungsstrategien anwenden
3. AN kann teilweise Bewältigungsstrategien anwenden
4. AN kann kaum Bewältigungsstrategien anwenden
5. AN kann keine Bewältigungsstrategien anwenden
(e) Vertrauen zur Medikation durch niedergelassenen Psychiater
1. AN ist nicht auf Medikamente angewiesen, geht im Bedarfsfall zum Arzt
2. AN ist auf Medikamente angewiesen, nimmt sie regelmäßig und hat zusätzliche Bedarfsmedikation mit Arzt abgesprochen
3. Compliance zwischen AN und Arzt besteht meistens
4. Compliance zwischen AN und Arzt besteht kaum
5. Compliance zwischen AN und Arzt besteht nicht
(f) Unabhängiger Berater vorhanden, mit dem Schwierigkeiten vertrauensvoll besprochen werden können
1. Es ist jederzeit mindestens ein Berater vorhanden (guter Freund, Therapeut)
2. Es ist oft genug mindestens ein Berater vorhanden
3. Es ist manchmal ein Berater vorhanden
4. Es ist selten ein Berater vorhanden
5. Es ist kein Berater vorhanden
(g) Verarbeitung von negativen Berufserlebnissen
1. Alle negativen Berufserlebnisse sind verarbeitet
2. Viele negative Berufserlebnisse sind verarbeitet
3. Einige negative Berufserlebnisse sind verarbeitet
4. Einige negative Berufserlebnisse sind nicht verarbeitet
5. Verarbeitung von negativen Berufserlebnissen wird abgelehnt
(h) Im Unternehmen erwartete soziale Fähigkeiten müssen bekannt und vorhanden sein
1. Alle sozialen Fähigkeiten werden genutzt
2. Die meisten sozialen Fähigkeiten werden genutzt
3. Meistens werden soziale Fähigkeiten genutzt
4. Kollegiale- oder Untergebenen-Fähigkeiten fehlen
5. Weder angemessene kollegiale- noch Untergebenen-Fähigkeiten
(i) Berufswunsch passt in Berufe der Herkunftsfamilie und wird von Familienmitgliedern unterstützt
1. Die gesamte Familie unterstützt eindeutig Berufswunsch
2. Teile der Familie unterstützen eindeutig Berufswunsch
3. Familie ist unbeteiligt weder positiv noch negativ
4. Teile der Familie lehnen Berufswunsch ab oder überfordern
5. Die gesamte Familie lehnt ab oder überfordert/übererwartet
(j) Partner unterstützt "uneigennützig" Arbeitsaufnahme
1. Partner unterstützt uneigennützig die Arbeit, stellt sich auf Veränderungen im Machtgefüge in der Beziehung ein und kann mit dem Verlust von Aufmerksamkeit umgehen
2. Partner unterstützt meistens
3. Weder hindert der Partner noch unterstützt er
4. Partner behindert durch eigene Ansprüche Arbeitsaufnahme
5. Partner hintertreibt Arbeitsaufnahme