Michael Krüger (geschrieben 1998 als Vortrag für Chöre und Gemeindemitglieder)

MAGNIFICAT - DER LOBGESANG DER MARIA IM ERSTEN KAPITEL DES LUKAS-EVANGELIUMS

Sehr geehrte Damen und Herren, bitte gestatten Sie mir zunächst ein paar Vorbemerkungen, die mir wichtig sind. Zum einen bin ich kein Theologe. Ich bin als Musiker und Chorleiter zu diesem Thema gekommen, aber ich habe nicht Theologie studiert und habe deshalb auch nur begrenzten Zugang zu theologischen Fragestellungen gefunden. Deshalb entspricht der Inhalt meiner Darstellung sicher nicht dem derzeitigen Stand wissenschaftlicher Theologie. Wenn also sachliche Fehler unterlaufen sollten, bitte ich um Korrektur. Zum zweiten ist die über das Magnificat existierende Literatur - jedenfalls was öffentliche Bibliotheken angeht - und andere standen mir nicht zur Verfügung -äußerst dürftig. Die qualifiziertesten Äußerungen, die ich finden konnte, liegen schon fast fünfhundert Jahre, genau 477, zurück - sie stammen von Martin Luther.

Und drittens wäre eigentlich eine Beschäftigung mit dem griechischen Urtext des Lukas-Evangeliums und hebräischen Quellen angemessen gewesen. Das kann ich nicht leisten, weil ich weder die griechische noch die hebräische Sprache beherrsche. Aber auch der Vergleich der lateinischen Fassung des Magnificat mit deutschen Übersetzungen ergibt einige Anhaltspunkte, über die ich berichten möchte. Wenn wir einmal den Titel des Vortrags von hinten beginnen, so soll es jetzt erstens darum gehen, was ein Evangelium ist, dann, wer eigentlich Lukas war, was in diesem ersten Kapitel passiert, bevor wir uns mit dem eigentlichen Text des Lobgesanges der Maria, den Sie in der Lutherschen Übersetzung projiziert sehen, befassen wollen.

Wenn Ihre Eltern Ihnen etwas aus der Vergangenheit erzählen, das Sie nicht miterlebt haben, besteht meist kein Grund, daran zu zweifeln. Auch was Ihre Großeltern aus der etwas weiter zurückliegenden Vergangenheit Ihnen erzählen, wird Sie nicht unbedingt zweifeln lassen - auch wenn manche Geschichte vielleicht etwas übertrieben klingt. Erst wenn Ihre Eltern Ihnen etwas von den eigenen Großeltern, also Ihren Urgroßeltern, erzählen, wird die zeitliche und erlebbare Distanz so groß, daß gelegentlich Zweifel aufkommen mögen, ob das alles denn tatsächlich so war, wie es berichtet wird.

Nun stellen Sie sich vor, Sie erzählen Ihren Kindern, daß Ihre Eltern Ihnen erzählt haben, sie hätten wiederum von ihren Eltern gehört, im Jahre 1933 sei in einer fernen Stadt ein Mann durch Kreuzigung hingerichtet worden. Drei Tage nach der Bestattung sei er nicht mehr im Grab gesehen worden, sondern später hätten ihn mehrere Menschen auf der Straße und in geschlossenen Räumen getroffen und noch einmal einige Wochen später sei er in den Himmel aufgefahren. Vermutlich wird man Ihnen mit wachsender Ungeduld ob solchen Unsinns zuhören und vielleicht wären Sie froh, wenn Sie irgendeinen Beleg in der Hand hätten, der Ihre Geschichte zumindest etwas glaubhafter machte. Auch wenn Ihre Kinder unter Umständen nicht wissen, welches Schicksal den Juden nach 1933 bevorstand, wenn sie nicht wissen, daß die Geschichte in diesem Jahrhundert tatsächlich ganz anders verlief, klingt Ihre Erzählung doch so phantastisch, daß ohne eidesstattliche Versicherung von Augenzeugen und beweiskräftige Photos an ein überzeugen kaum zu denken ist.

So ähnlich muß es vor eintausendneunhundert Jahren auch gewesen sein. Da gab es auch Geschichten, die weitererzählt wurden, von einem Mann in Jerusalem. Vielleicht hat auch der eine oder andere etwas aufgeschrieben - z.B. ein wandernder Missionar, der die Passionsgeschichte für eine Predigt brauchte und sich als Gedächtnisstütze eine Loseblattsammlung zulegte - sozusagen einen Papyrus-Zettelkasten. Da standen denn Geschichten von Tod und Auferstehung, Gleichnisse von Weingärtnern und anderen Menschen, neben Notizen von der Rede über das Ende der Welt. Vielleicht wurde auch der eine oder andere Zettel weitergereicht und verbreitete sich in Galiläa, in Syrien, bis nach Antiochien und bis Griechenland. Und da gab es im Jahre 70 auch einen Mann, der später Marcus genannt wurde, der sich daran machte, einiges von dem verstreut Greifbaren zusammenzutragen, einigermaßen zu ordnen und aufzuschreiben. Marcus machte sich zur Aufgabe, die Lebensgeschichte Jesu Christi, die sich einige Jahrzehnte zuvor abgespielt hatte, mit der von den Propheten vorhergesagten Verheißung des Kommens des Gottessohnes zu verbinden. Es entsteht die erste niedergeschriebene christliche Lehre: die Geschichte Jesu wird gleichbedeutend, identisch mit der Verkündigung des Heilsversprechens Gottes. Leben, Tod und Auferstehung Jesu ist zugleich die Botschaft künftiger Erlösung und der Inhalt der christlichen Lehre. Überlieferung der Geschichte Jesu und die Erfüllung der Prophezeiung in der Person Jesu und Botschaft für die Zukunft werden identisch. Diese Lehre sollte den Zeitgenossen des Marcus mitgeteilt werden als frohe Botschaft. übersetzt hieß das dann einhundert Jahre später Evangelium.

Es gab also in der Zeit der dritten oder vierten nachchristlichen Generation diese Schrift des Marcus, es gab die antiken Papyrus-Zettelkästen und zusammenhängende Sammlungen von Aussprüchen Jesu, Logien genannt. Und es gab das Bedürfnis, (Zitat) "Bericht zu geben von den Geschichten, die unter uns geschehen sind, wie uns das überliefert haben, die es von Anfang selbst gesehen und Diener des Worts gewesen sind." So beginnt Lukas seinen Bericht. Lukas versteht sich als Geschichtsschreiber, der eine theologische Aufgabe zu erfüllen hat: die Kontinuität der Lehre soll gewahrt werden, nachdem die Unmittelbarkeit der Teilnahme am Leben Jesu vorbei ist. Andererseits ist das Versprechen der Ankunft des Messias unmittelbar nicht eingetreten - schon die dritte Generation der frühen Christengemeinde erwartet dieses Ereignis: morgen, übermorgen - und spätestens hier - sieht man von den Widersprüchen innerhalb der Evangelien ab - ergeben sich erste Differenzen in der Auslegung der Überlieferung, so daß der Streit um die Reinheit der Lehre wahrlich nicht neu ist - zu dieser Erkenntnis bedürfte es sicher nicht des aktuellen Streits um die Begründung und den Stellenwert der Rechtfertigungslehre. Und immer wieder - seit Lukas Zeiten - wecken diese Differenzen das Bedürfnis nach schriftlicher Absicherung und Rechtfertigung. Letztlich dokumentiert sich darin aber nur der unauflösliche Widerspruch zwischen Wissen und Glauben: was ich weiß, brauche ich nicht zu glauben, weil ich es weiß; was ich glaube, entzieht sich dem Beweis und verweist mich auf mich selbst zurück.

Wer war nun Lukas?

Die Frage läßt sich nicht direkt beantworten. Zeugnisse, die über seine Person Auskunft geben könnten, fehlen, ein Photographie hat sich auch nicht erhalten. Nur aus seinen Schriften, dem Evangelium und der Apostelgeschichte läßt sich indirekt auf die Person schließen; aber auch dies geht über vage Vermutungen nicht hinaus: es muß sich um einen literarisch gebildeten Mann gehandelt haben, der ein stilistisch sorgsames Griechisch schrieb. Ferner deuten Anzeichen darauf, daß er kein Judenchrist war, also nicht aus Palästina, sondern eventuell aus Antiochien, also Kleinasien, wahrscheinlicher aber aus Rom stammte. Er war also ein sogenannter Heidenchrist, der sich aber mit den Schriften des Alten Testamentes auskannte, also Verbindungen zum Judentum oder zum Judenchristentum hatte. Er muß sich näher mit der griechischen Übersetzung des AT beschäftigt haben. Auch die Frage der Entstehungszeit des Lukas-Evangeliums ist nach fast zweitausendjähriger Existenz nicht genau bestimmbar. Es muß nach dem Jahre 70 geschrieben sein, da die Zerstörung Jerusalems zitiert wird (21,20), und vermutlich vor den antichristlichen Gesetzen des römischen Kaisers Domitian im Jahre 90, also aller Wahrscheinlichkeit nach zwischen 85 und 90.

Wenden wir uns dem ersten Kapitel zu.

Was beim Lesen auffällt: der Schreiber - ich nenne ihn weiterhin Lukas - , muß etwas von Dramaturgie verstanden haben: Er offenbart ein großes Talent, entscheidende Punkte - Wendepunkte, Anfangspunkte, Schlußpunkte - seiner Jesus-Biographie in einer dramatischen Geschichte zu erzählen. Da gibt es eine Bühne: Gebirge, eine Stadt in Judäa, das Haus des Zacharias und dramatis personae: Maria und Elisabeth, die gar nicht wie Gestalten aus grauer Vorzeit agieren:

"Maria aber machte sich in diesen Tagen auf und wanderte eilends in das Bergland in eine Stadt Judas und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Und es geschah, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, da hüpfte das Kind in ihrem Leibe, und Elisabeth wurde mit heiligem Geist erfüllt und erhob laut ihre Stimme und sprach, 'Gesegnet bist du unter den Frauen' und 'gesegnet ist die Frucht deines Leibes'. Und woher geschieht mir dies, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als der Klang deines Grußes in meine Ohren drang, da hüpfte in jubelnder Freude das Kind in meinem Leibe. Und selig ist die, welche geglaubt hat; denn dem, was ihr vom Herrn her gesagt worden ist, wird Vollendung zuteil werden."

Diese Szene steht mitten im ersten Kapitel des Lukas-Evangeliums. Nach dem schon zitierten Anfang, in dem Lukas seine Aufgabe beschreibt, beginnt es mit dem Besuch des Engels Gabriel bei Elisabeth und Zacharias, zwei schon älteren Menschen, der ihnen mitteilt, daß sie ein Kind bekommen werden, das sie Johannes nennen sollen. Dieser werde ein Vorläufer und Wegbereiter des kommenden Gottes sein. Zacharias glaubt es nicht, weshalb der Engel ihn verstummen läßt .

Darauf folgt eine weitere Geburtsankündigung, der Engel Gabriel stattet Maria einen Besuch ab, der sie grüßt als Hochbegnadete - wobei sich Maria nur über diesen Gruß verwundert, nicht aber über den englischen Besuch - und ihr die Geburt des Gottessohnes ankündigt.

Daraufhin macht sich Maria auf den Weg zu Elisabeth, deren Begegnung haben wir eben gehört. Maria stimmt dann im Beisein von Elisabeth ihren Lobgesang, das Magnificat, an, mit dem wir uns im weiteren näher beschäftigen werden. Danach wird der Beginn des Kapitels weitererzählt und von der Geburt des Johannes berichtet. Das zweite Lied dieses Kapitels stimmt daraufhin der Vater des Johannes, Zacharias, an: Gelobet sei der Herr, das Benedictus. Zu Beginn also werden zwei Geschichten miteinander verknüpft, die von Johannes und die von Jesus, deren Wege sich nach dieser gewissermaßen embryonalen Begegnung häufiger kreuzen werden. Es wird vermutet, daß Johannes nicht nur der Taufspender für Jesus gewesen ist, sondern daß beide einige Zeit zusammen gewirkt haben. Und auch das Magnificat könnte aus diesem Kreis der im Entstehen begriffenen Christenheit stammen. Näheres läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Folgende weitere Thesen werden in der Literatur genannt: es könnte sich ursprünglich auch um ein jüdisches Preislied auf den Rettergott handeln, oder um ein Triumphlied aus der Makkabäer-Zeit; oder eine leibhaftige Mirjam hat es in Nazareth aus Bruchstücken der Psalmodie und der Liturgie der jüdischen Synagoge sich zusammengesungen. Und wenn es nicht eventuell Lukas selbst geschrieben haben sollte, so muß er es zumindest für seine Zwecke zurechtgeformt haben. In der vorliegenden Form jedenfalls, als Komposition und in der Zusammenstellung mit den zitierten Handlungen von Elisabeth, Maria, Zacharias und dem Engel Gabriel halte ich es für das Werk des Lukas.

Lassen Sie uns diesen Text jetzt einmal lesen, vielleicht auf seit hunderten von Jahren geübte Weise abwechselnd in zwei Gruppen:

Meine Seele erhebt den Herren und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes.

Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.

Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.

Denn er hat große Dinge an mit getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.

Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten.

Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.

Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen.

Die Hungrigen füllt er mit Gütern und läßt die Reichen leer ausgehn.

Er gedenket der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf.

Wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.

Wenn auch die Herkunft unsicher ist, sicher ist, daß es sich bei diesem Text um einen der drei neutestamentlichen Psalmen, oder mit dem lateinischen Namen, um eines der drei Cantica handelt - neben dem schon erwähnten Benedictus des Zacharias "Gepriesen sei der Herr" und dem Gesang des Simeon: Nunc dimittis "Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren" aus dem zweiten Lukas-Kapitel.

Neben den 150 gedruckten Psalmen des AT und vielen im AT verstreuten Liedern - und sicher noch viel mehr Liedern, die den Weg bis in dieses Buch nie geschafft haben // zum Vergleich mit heute: das EG umfaßt etwa 700 Lieder - es sind aber etwa 100 000 Lieder als gedruckte bekannt - Kirchenlieder wohlgemerkt // neben der Vielzahl der Psalmen aus alter Zeit nehmen sich diese drei recht bescheiden aus. Entsprechend groß fiel allerdings das Interesse aus, das ihnen in ihrer zweitausendjährigen Geschichte zuteil wurde. Alle haben bis heute ihren festen Platz im Stundengebet: das Benedictus im Morgengebet, der Laudes; das Nunc dimittis im Nachtgebet, der Komplet und das Magnificat im Abendgebet, der Vesper.

Hierin machen die katholische und die evangelische Kirche keinerlei Unterschied. Sicher ist ebenfalls, daß das Magnificat eine Reihe von Gemeinsamkeiten mit den älteren Psalmen hat:

Es ist strophisch gegliedert, zwei Strophen (Z.1 bis 8 und Z.9-l8) enden jeweils mit der Benennung von Gottes Barmherzigkeit. Es gibt eine dahinein verwobene Entwicklung von der persönlichen Gotteserfahrung (Z.1-5) die in der 1.Person Singular (mein Gott) ausgesprochen wird, über eine allgemeine Gotteserfahrung (Z.6-14), die in der 3.Pers.Singular (Er tut etwas) genannt wird, zur Gotteserfahrung in der Geschichte, die am Schluß in der 3.Person Plural (unsere Väter) erscheint. Ähnliches ließe sich als Parallele z.B. im Ps. 9 feststellen.

Des weiteren korrespondiert in Z.3 'seine Magd' mit 'seinem Diener' in Z.16. Das Verb von Z.5 ist im Griechischen das gleiche wie in Z.9. Und 'seine Kinder' am Schluß hat seine Entsprechung in Z.7: von Geschlecht zu Geschlecht. Solche Entsprechungen durchziehen fast alle Psalmen. Einen Sonderfall stellt die vierte Zeile dar: ‚Von nun an werden mich selig preisen‘ sie ist die einzige, die eine Aussage für die Zukunft formuliert, was zur Spekulation führte, daß diese Zeile von Lukas hinzugefügt wurde, um das Magnificat eindeutig Maria in dieser besonderen Situation zuzuschreiben.

Überhaupt, die Grammatik: mal lesen wir: 'er tut gewaltige Dinge', an anderer Stelle 'hat er gewaltige Dinge getan'. Sitzen die Mächtigen noch auf dem Thron. Oder sind sie schon gestürzt worden, oder werden sie noch fallen? Alles drei ist zumindest grammatisch richtig, weil das Griechische über eine Zeitform verfügt, die in der Vergangenheitsform etwas Zukünftiges als schon existent beschreibt. Das ist im Deutschen nicht adäquat wiederzugeben. 'Er wird die Mächtigen von ihren Thronen gestürzt haben' ist eine ähnliche im Deutschen mögliche Konstruktion. Gerade diese griechische Zeitform - Aorist genannt - ist geeignet, den letzten Dingen - Auferstehung, Jüngstes Gericht, Ewigkeit - Worte zu verleihen, und der ungewissen Zukunft geglaubte Sicherheit von bekanntem Vergangenen zuzuschreiben.

'Lobe den Herren, meine Seele. Und was in mir ist, seinen heiligen Namen.' heißt es in ps.103. Doppelt hält besser, könnte man meinen: was in mir ist, ist meine Seele; und der Herr und sein heiliger Name sind in der Sprache des AT identisch. Kommt noch als Stilmittel die Kreuzstellung der vier Satzglieder, der Chiasmus, hinzu. (Chi = x) Es handelt sich um ein typisches Bauschema eines Psalmverses, zweimal mit unterschiedlichen Worten das Gleiche auszudrücken: synonymer Parallelismus membrorum nennt das die Grammatik. Meine Seele und mein Geist freuet sich und erheben den Herren und Gott, meinen Heiland, ließe sich Zeile l und 2 parallel ausdrücken. Verständlicherweise gibt es dazu auch ein Gegenstück:

die gegensätzliche Aussage zweier Vershälften: die Hungrigen macht er satt und die Reichen bekommen nichts. Aber vielleicht drücken ähnliche Worte doch nicht immer das Gleiche aus: 'Magnificat anima mea Dominum' heißt der Beginn in der lateinischen Übersetzjung. Das Lateinische heißt wörtlich übersetzt: Groß macht (magnificare) oder auch Hoch hält meine Seele (mea anima) den Herrn (Dominum). Luther hat 'großmachen' mit 'erheben' übersetzt': Meine Seele erhebt den Herrn. Aber welchen Herrn? Den Heiland? den Retter? Gott, den Herrn?. Alle diese Varianten gibt es; und welche Übersetzung des griechischen Wortes soter an dieser Stelle in Z.2 die richtige ist, muß offen bleiben. Eindeutig für falsch halte ich die folgende Übersetzung: meine Seele preist die Größe des Herrn.

Und was ist in Z.13 gemeint? Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben? Oder Hungrige hat er mit Gütern erfüllt? Oder er macht satt die Hungrigen mit allerlei Gütern? Schenken - erfüllen - sättigen, drei Worte, die doch so ganz nicht das gleiche aussagen. Und welcher Hunger ist gemeint? Der nach Nahrung für den Magen oder ist auch eine Nebenbedeutung für die Seele oder den Verstand gemeint? Hier fließt natürlich in jede Übersetzjung, die immer eine Entscheidung zwischen mehreren Möglichkeiten ist, eine je nach Standpunkt ausfallende Voreingenommenheit mit ein. Dazu später mehr.

Was halten Sie denn von der folgenden Version des Magnificat:

Ich will mich freuen des Herrn und fröhlich sein in Gott, meinem Heil.

Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, daß du mein Elend ansiehst und erkennst meine Seele in der Not.

Wohl mir, denn mich werden selig preisen die Töchter.

Der Herr hat Großes an mir getan, des sind wir fröhlich,

Die Gnade aber des Herrn währet von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, so ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind.

Du zerstreust deine Feinde mit deinem starken Arm.

Denn es wird weder der Hut noch die Krone bleiben;

sondern der sich erhöht hat, soll erniedrigt werden.

Und der sich erniedrigt hat, soll erhöht werden.

Du aber Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählt habe, du Samen Abrahams, du sollst mein Knecht sein, denn ich erwähle dich.

Kennen Sie nicht? Kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Es liegt mir auf der Zunge? Sie haben recht und auch nicht. Es ist gar kein Magnificat, sondern eine Zitatensammlung quer durchs AT: vier Zitate aus den Psalmen (31,8; 126,3;103,17;89,11), eines aus dem I.Buch Mose(30,13) und je eines von den Propheten Habakuk, Ezechiel und Jesaja (3,18;21,31;41,8). Wenn solch eine Verwendung älterer Zitate heute passierte, wäre gleich der Ruf nach dem Richter da:

das Urheberrecht ist eine Erfindung der Neuzeit, die dem Produzenten von Büchern und Versen mittels Zahlung von Tantiemen in Geld ein Einkommen sichern soll. Aber dort, wo die Produktion geistigen Eigentums noch gar nicht stattfand, eben weil es dieses Verständnis von Eigentum noch gar nicht gab, kann es auch nicht heißen: dies ist mein Spruch, den darfst du nicht benutzen und schon gar für deins ausgeben. Bis ins Zeitalter des Barock hinein - also bis zu den Anfängen industrieller bzw. manufakturmäßiger Produktion - war es eine Selbstverständlichkeit, sich am Werk anderer zu bedienen. Bach hat vieles von Vivaldi für seine Werke verwendet, ohne daß einer der beiden Komponisten dabei Schaden genommen hätte. In der Gestaltung gregorianischer Melodien ist es ein oft geübtes Verfahren gewesen, neue Texte unter Zuhilfenahme älterer Melodieteile zu vertonen. Manche Gesänge bestehen nur aus einer Reihung bekannter Abschnitte aus älteren Gesängen. Einige hundert Jahre zuvor wird sich auch Lukas nichts Unrechtes dabei gedacht haben, als Magnificat der Maria Verse aufzuschreiben, die so oder ähnlich schon existierten. Es gibt im AT sogar ein direktes Vorbild für das Lied der Maria: das Lied der Hanna im I.Buch Samuel (2,1-10), mit dem sie ihren Sohn Samuel Gott weiht. Lassen sie uns dies Lied wieder gemeinsam lesen:

Mein Herz ist fröhlich in dem Herrn, mein Haupt ist erhöht in dem Herrn.

Mein Mund hat sich weit aufgetan wider meine Feinde, denn ich freue mich deines Heils.

Es ist niemand heilig wie der Herr, außer dir ist keiner und ist kein Fels, wie unser Gott ist.

Laßt euer großes Rühmen und Trotzen, freches Reden gehe nicht aus eurem Mund.

Denn der Herr ist ein Gott, der es merkt, und von ihm werden Taten gewogen.

Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgürtet mit Stärke.

Die da satt waren, müssen um Brot dienen, und die Hunger litten, hungert nicht mehr.

Die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder hatte, welkt dahin.

Der Herr tötet und macht lebendig,

führt hinab zu den Toten und wieder herauf.

Der Herr macht arm und macht reich, er erniedrigt und erhöht.

Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub und erhöht den Armen aus der Asche,

daß er ihn setze unter die Fürsten und den Thron der Ehre erben lasse.

Denn der Welt Grundfesten sind des Herrn, und er hat den Erdboden darauf gesetzt.

Er wird behüten die Füße seiner Heiligen, aber die Gottlosen müssen zunichte werden in Finsternis denn viel Vermögen hilft doch niemand.

Die mit dem Herrn hadern, müssen zugrunde gehen,

über ihnen wird es donnern im Himmel.

Der Herr wird richten der Welt Enden und wird macht geben seinem König und erhöhen das Haupt seines Gesalbten.

Bisher war noch wenig vom Inhalt des Lobgesangs der Maria die Rede. Einige Zeilen und einige Worte sollen jetzt noch etwas eingehender untersucht werden. In der3.Zeile heißt es: denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Lateinisch: Quia respexit humilitatem ancillae suae. Luther hat dieses humilitas mit Niedrigkeit oder auch Nichtigkeit übersetzt. Aber was ist damit gemeint? Ich zitiere aus Luthers Schrift über das Magnificat aus dem Jahre 1521: "Das Wörtlein humilitas haben etliche hier zur Demut gemacht. Als hätte die Jungfrau Maria ihre Demut angegeben und sich ihrer gerühmt. Daher kommt es, daß sich etliche Prälaten auch humiles nennen, was gar weit von der Wahrheit entfernt ist. Denn vor Gottes Augen kann sich niemand eines guten Dinges ohne Sünde und Verderben rühmen." Dieses Zitat führt mitten hinein in den gerade wieder aktuellen Streit zwischen evangelischen und katholischen Kirchenführungen um die Rechtfertigungslehre. Es geht - jedenfalls habe ich das so verstanden - darum, ob sich meine Daseinsberechtigung aus der Summe dessen ergibt, was ich tue, denke und fühle, - oder -ob mein Dasein eine Rechtfertigung jenseits von mir, außerhalb von mir hat. Ist mir und meinen Wünschen, Absichten und Taten noch etwas von mir Unabhängiges und auch dem Willen anderer Menschen Entzogenes vorausgesetzt, oder kommt es auf mich, meine Wünsche, Absichten und Taten an?. Kann ich mich mit meinem Leben vor Gott rechtfertigen - oder bin ich schon immer von Gott angenommen, bevor ich ich sagen kann? Wieder zurück zu unserem Text. Kommt es Maria als Verdienst zu, daß sie niedrigen Standes ist, wie auch immer der begründet ist? Gemeint sein kann ihre Weiblichkeit, die zu damaliger Zeit auch nicht höher im Kurs stand ) als beispielsweise heute bei den Taliban in Afghanistan. Oder es kann gemeint sein ihre geringe Stellung innerhalb der damaligen Gesellschaft oder auch ein anderer, uns unbekannter Makel. Wird dieses Prädikat, zu den Erniedrigten und Beleidigten zu gehören, zu den zu kurz Gekommenen zu gehören, zur Auszeichnung für besondere Frömmigkeit? Luther sagt, auf das alles kommt es gar nicht an. Weder auf die Würdigkeit, noch auf die Unwürdigkeit. Sondern einzig darauf, daß Maria von Gott angesehen wurde. Maria rühmt sich, daß sie von ihm angesehen wurde, daß Gott sie zum Werkzeug und zum Mittel der Offenbarung seiner Botschaft an die Welt machen wird. Und so kommt Luther noch einmal auf die Demut zurück und unterscheidet zwischen einer falschen und einer richtigen Demut. Die falsche Demut nennt er eine Erniedrigung aus Berechnung auf eine angemessene Belohnung für die Erniedrigung, wohingegen der Charakter richtiger Demut darin lief, daß sie nicht weiß, daß sie Demut ist. Oder mit Luthers Worten:

"Gott allein kennt die Demut, richtet und offenbart sie auch allein, so daß der Mensch niemals weniger von der Demut weiß, als eben wenn er recht demütig ist" und "umgekehrt weiß falsche Demut niemals, daß sie Hochmut ist".

Womit es denn nun doch wieder auf das ankommt, was der Mensch tut, denkt und fühlt und außerdem noch dazu auf das Bewußtsein, das es von seinem Tun, Denken und Fühlen hat. Wenn ich eine gute Tat tue, ist es dann demütig oder hochmütig, wenn ich weiß, daß es eine gute Tat war. Und ist es gut oder eher abträglich, wenn andere sie als gute Tat anerkennen? Und wenn ich eine schlechte Tat tue, die Gesellschaft mich dafür bestraft, ich aber weiß, daß ich angenommen bin vor aller Tat, bin ich dann demütig oder hochmütig? Luthers Denken verweist genau auf das Problem, das die Philosophen der Aufklärung zugunsten der Selbst -bestimmtheit des Menschen entschieden haben. Die Frage war, wie, auf welche Weise bin ich abhängig von etwas außer mir Existierendem, oder bin ich, ist meine Existenz frei von äußeren Gegebenheiten, nur sich selbst verantwortlich.

Eine ähnliche Problematik ergibt sich bei den weiteren Gegensatzpaaren von Hoch und Niedrig und Groß und Klein.

Marias Seele erhebt den Herrn, macht ihn groß, ihn, Gott, der doch immer schon allem Existierenden vorausgesetzt ist. Mit den Worten des 113.Psalms:

"Wer ist wie der Herr, unser Gott? Der sich so hoch gesetzt hat und auf das Niedrige sieht im Himmel und auf Erden." Hier heißt es: "Der sich so hoch gesetzt hat." Der gleiche Vers heißt in Luthers Text über das Magnificat so:

"Wo ist ein solcher Gott als der unsere, der da sitzt am höchsten und sieht doch herunter auf die Niedrigen im Himmel und auf Erden?"

Und noch anders heißt es im Evang. Gesangbuch und ähnlich im Gotteslob:

"Wer ist wie der Herr, unser Gott, im Himmel und auf Erden? Der oben thront in der Höhe, der herniederschaut in die Tiefe."

Wie also ist das Verhältnis von oben und unten, hoch und niedrig beschaffen? Einerseits ist - ich zitiere Luther ein weiteres Mal -"Gott unwandelbar. Er wird nicht in seiner Natur von uns groß gemacht, sondern in unserer Erkenntnis und Empfindung, das ist, wenn wir viel von ihm halten und ihn groß achten, vor allem nach seiner Güte und Gnade." Andererseits heißt es im Weihnachtslied "Er wird ein ) Knecht und ich ein Herr, das mag ein Wechsel sein."

Der Unwandelbare nimmt an "eines Knechts Gestalt, wird niedrig und gering", er, "der Schöpfer aller Ding". Auf Erden also verkehren sich die Verhältnisse, die Niedrigen sollen erhöht, die Herrschenden erniedrigt werden. Irdische Maßstäbe gelten nichts mehr vor dem Gericht Gottes. So lautet die Botschaft des Magnificat. Wobei es eine bis heute offene Streitfrage ist, ob es vorwiegend um die inneren Werte der Menschen geht, oder ob auch ganz handfest Geld und Eigentum, Politik, Recht und Unrecht gemeint sind. Ob die Hungrigen an Leib und Seele satt werden sollen. Paul-Gerhard Nohl meint zu der Situation von Elisabeth und Maria:

"Man muß sich die Situation einmal konkret vorstellen: Da sind, in einer absolut patriarchalischen Gesellschaftsordnung lebend, zwei schwangere Frauen zusammen - und dann reden sie nicht über Kindererziehung, sondern über hochpolitische Dinge! Das bleibt auffällig bis hin zum Ärgernis. (..)Festzuhalten ist auf jeden Fall, daß es im Magnificat nicht um reine Innerlichkeit geht." (S.150) Eine dritte offene Frage - diesmal nicht zwischen Theologien der inneren und der äußeren Werte - sondern direkt zwischen evangelischen und katholischen Glaubensinhalten ist die Stellung der Gläubigen zu Maria.

In einem Kommentar zum Magnificat (Schneider) ist zu lesen, Z.3 und 4 bildeten die biblische Begründung für die Marienverehrung, die zur Zeit des Lukas belegt sei. Ein anderer Kommentar (Rengstorf) meint zu denselben beiden Zeilen, es sei hier vom Marienkult der späteren Kirche wenig zu spüren. Unabhängig vom Ausgang dieser kontroversen Ansichten, die jeder Gläubige für sich entscheiden muß, erfüllt die Person Maria drei Funktionen: sie ist das Urbild des Glaubens schlechthin ("Mir geschehe, wie du gesagt hast") und ist damit Vorgängerin aller Glaubenden. Sie ist außerdem eine Repräsentantin Israels, des Volkes, aus dem Jesus stammt. Und Maria ist drittens ein gewissermaßen sehr früher Mitglied der christlichen Gemeinde, noch vor der Geburt ihres Sohnes. Und eben darin ist sie einzig unter den Menschen.

Wobei an dieser Stelle keine neue These zur Jungfräulichkeit der Mutter und zur Vaterschaft des Heiligen Geistes aufgestellt werden soll. Es ist jedoch nicht zu übersehen, daß sich in Maria ein dreigeteilter Gott offenbart: Gottvater, den sie als Gott der Väter anruft und der als ihr Heiland tätig ist. Der Heilige Geist, der nach der Botschaft des Engels über sie kommen wird. Und Christus, den sie austrägt. Und in diesem Zusammenwirken offenbart sich in Maria der dreigeteilte Gott als dreieiniger Gott. Wobei auch das in der Vergangenheit eine Streitfrage unter Christen war, die bis zum Krieg führte. Wie also ist das Verhältnis der Gläubigen zu Maria beschaffen? Luther beschreibt es so: "Maria will nicht eine Abgöttin sein. Sie tut nichts. Gott tut alle Dinge. Anrufen soll man sie, daß Gott durch ihren Willen gebe und tue, was wir bitten; wie auch alle anderen Heiligen so anzurufen sind, daß das Werk immer ganz allein Gottes bleibe."

Eine Frage habe ich noch nicht gestellt und beantwortet:

warum eigentlich diese ausführliche Beschäftigung mit dem Magnificat?

Zunächst ergab sich für mich die Notwendigkeit aus dem Wunsch, Magnificat-Vertonungen mit zwei Chören, der eine katholisch, der andere evangelisch, zu singen. Dabei stellte sich heraus, daß mein Wissen über diesen Text und seine Zusammenhänge sehr begrenzt war. Ich habe versucht, dem etwas abzuhelfen und Ihnen die Resultate meiner Beschäftigung mit diesem Thema vorzutragen. über diesen individuellen Lerneffekt hinaus ist das Magnificat ein wichtiger Text nicht nur wegen seiner bis heute andauernden Bedeutung für die Vespergottesdienste, sondern auch für die bis heute anhaltende musikalische Auseinandersetzung mit kirchlichen Texten. über das Verhältnis vergangener Generationen von Komponisten zu diesem Text - von der Gregorianik bis heute - soll der nächste Vortrag am kommenden Montag handeln.

Zum dritten aber nimmt das Magnificat nach Paul-Gerhard Nohl eine wichtige Stellung bei der Vermittlung zwischen dem AT und dem NT ein. Es ist gewissermaßen eine Schnittstelle zwischen beiden. Aus dem Segen für den alten Bund, dem Segen Gottes für Abraham "in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden" aus dem l. Buch Mose (12,3), dem Segen, den Maria zum Schluß des Magnificat benennt, wird durch ihre Empfängnis ein neuer Segen, eine neue frohe Botschaft, ein Neues Evangelium, das jetzt allen Menschen auf Erden gilt, die es annehmen wollen.

Maria selbst ist ein Bindeglied zwischen Juden und Christen; bis heute eine nicht nur wegen der Verbrechen Deutscher im Dritten Reich an den Juden, sondern auch wegen jüdischer Verbrechen an Andersgläubigen, der schwierigsten ökumenischen Aufgaben. Lassen Sie mich ein letztes Mal Luther zitieren. Er benennt, nachdem er den Segen Gottes an Abraham zitiert, der schließlich dem jüdischen Volk gegolten habe und nicht dem noch gar nicht existenten christlichen, die Aufgabe für die Christen so:

"Unsere Sache steht auf lauter Gnade ohne Zusagen Gottes Wer weiß, wie und wann die Juden sich zu Christus bekehren. Wenn wir christlich lebten und sie mit Güte zu Christus brächten, wäre es wohl die rechte Art. Wer wollte Christ werden, wenn er Christen so unchristlich mit Menschen umgehen sieht."

Das Magnificat ist auch ein Bindeglied zwischen Katholiken und Protestanten. Vom Gemeinsamen und vom Trennenden war in diesem Vortrag die Rede. Und das Magnificat verbindet schließlich die besondere Botschaft der Weihnachtsgeschichte mit der täglichen Liturgie, wovon nicht zuletzt das tägliche Läuten vieler Kirchen um 18 Uhr zur Ehre Mariens zeugt.

 

Lit. Paul-Gerhard Nohl: Lateinische Kirchenmusiktexte. Kassel u.a., 1996.

K.H.Rengstorf: Das Evangelium nach Lukas. Göttingen, 1962

G. Schneider: Das Evangelium nach Lukas. Gütersloh, 1977.

Martin Luther: Ausgewählte Schriften, Bd.2. Frankf./M.1982.

J. Roloff: Einführung in das Neue Testament. Stuttgart, 1995.

Freiling, Ortmann: Katholisch und Evangelisch. 1991,7.Aufl.

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